Mühltroffer wollen Chance nutzen

 

Neuer Förderverein will Schützenhaus vor dem Verfall retten

 

"Dass so viele in den Verein eintreten, damit hätte ich nicht gerechnet", sagte eine glückliche Elke Rauh. Die Mühltrofferin wurde zur Vorsitzenden des neu gegründeten Fördervereins Bürgerhaus Mühltroff mit 24 Mitgliedern gewählt.

Zuvor hatte sie leidenschaftliche Worte gefunden, warum der Verein und der Erhalt des vor dem Verfall bedrohten Schützenhauses so wichtig ist. "Leute, macht die Augen auf, es ist so ein schönes Haus." Dazu der große Vorplatz direkt an der Wisenta, daneben die Turnhalle, ein Stück weiter der Fußballplatz und der Weg zum Schloss. "Es ist so eine schöne Ecke von Mühltroff. Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen. Wir haben jetzt die Chance, es anzupacken", so Elke Rauh, die aktive Mitstreiterin in der Mühltroffer Faschingsgesellschaft ist.

Wenn es abgerissen werden müsste, sei es vorbei, und so schnell werde mit Sicherheit nichts Neues gebaut.

Auch Matthias Kleemeyer, Stadtrat in Pausa-Mühltroff, legte sich ins Zeug:

"Wir müssen uns sehr beeilen. Es muss eine breite Unterstützung vieler geben. Dafür brauchen wir so viele Mitglieder wie nur möglich, aktive, aber auch stille."

Die Aussicht auf Fördermittel sei gar nicht so schlecht, da das Haus unter Denkmalschutz stehe. Es habe schon Gespräche mit der Stadt - sie ist Eigentümerin - und dem Bürgermeister gegeben. So seien für 2016 Fördermittel in Aussicht gestellt.

Um in den Genuss solcher Geldmittel zu kommen, sei ein Förderverein die Voraussetzung.

Wichtig sei zudem die Gemeinnützigkeit.

Ziel des Fördervereines ist laut Satzung "die Erhaltung, Pflege und Ausbau des ehemaligen Schützenhauses sowie die nachhaltige, breite Nutzung als Vereins- und Bürgerhaus zu fördern."

In offener Wahl wurden die drei Kandidaten für den Vorstand gewählt:

neben Elke Rauh waren das Matthias Kleemeyer als Stellvertreter und Sven Bauer als Kassierer.

Große Ereignisse werfen ja bekanntermaßen ihre Schatten voraus. So ist es auch mit den

Feierlichkeiten zu 650 Jahre Stadt Mühltroff, die im Juni 2017 stattfinden werden.

Da dieses Fest ein Gemeinschaftswerk der Mühltroffer Vereine werden wird, wollen wir vom

Förderverein Bürgerhaus Mühltroff e. V. natürlich einen angemessenen Beitrag leisten. Deshalb

werden wir, erstmalig seit langer Zeit, wieder ein Theaterstück im Schützenhaus inszenieren.

Zur Aufführung kommt das Stück „Die Gans, die zu viel weiß“, eine Komödie in drei Akten von

Helmut Schmidt. Bereits im Frühjahr diesen Jahres hat sich mit Ailine Schmidt,

Manja Hirschmann, Yvonne Kaiser, Jaqueline Pomsel, Victoria Kästner, Torsten Reinhardt,

Michael Freund, Ronny Rauh und Helko Hubrich ein schauspielfreudiges Grüppchen zusammen

gefunden, das unter dem Namen „Mühltroffer Neunerlei“ seitdem fleißig am Proben ist. Zum

guten Gelingen einer Theatervorstellung gehören aber nicht nur die Akteure auf der Bühne. Dank der vielen fleißigen Hände unserer Vereinsmitglieder werden wir den Saal und die Bühne in eine ansprechende Kulisse verwandeln.

Ganz besonders freut uns, dass wir mit der MCG Blau Weiß Mühltroff einen starken Partner haben, der uns in Sachen Bewirtung tatkräftig unterstützen wird. Geplant sind zunächst zwei Aufführungen. Die Premiere findet am Sonnabend, den 17.06.2017, 18.30 Uhr statt, sowie eine Nachmittagsvorstellung am Sonntag, den 18.06.2017, 15.00 Uhr. Da der Erlös in die Erhaltung unseres Schützenhauses fließen soll, sind bei entsprechender Nachfrage weitere Vorstellungen nicht ausgeschlossen. Der Kartenvorverkauf zu den Aufführungen des „Mühltroffer Neunerlei“ beginnt pünktlich am 01.12.2016 zur Weihnachtszeit. Die Karten sind bei Geschenke Kleemeyer, Markt 1, Mühltroff, erhältlich.

v.l. Michael Freund, Torsten Reinhardt, Ailine Schmidt, Yvonne Kaiser, Jaqueline Pomsel, Manja Hirschmann, Helko Hubrich, Victoria Kästner, Ronny Rauh

Unsere bereits zum Tag des offenen Denkmals gestartete Spendenaktion zur Sanierung des Schützenhausdaches läuft weiter. Nach dem Motto „Viele schaffen mehr“ sind wir auch weiterhinauf die Unterstützung jedes einzelnen angewiesen. Deshalb sammeln wir weiter und werden Sie in der nächsten Zeit auch mal persönlich ansprechen. Natürlich sind wir auch für spontane Spenden sehr dankbar. Genügend Schiefer stehen bereit.

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